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Miss Steel hatte sich vom Flug im Eisschacht erholt und auch ihre Sprache wiedergefunden. „Sie hätten mich ruhig auf den Schacht vorbereiten können, Fräulein Do-Re-Mi!“, sagte die Agentin vorwurfsvoll.
„Aber dann wäre der Flug nur halb so schön gewesen, Miss Steel“, trällerte lachend Do-Re-Mi. Und dann tätschelte sie den Arm der Agentin: „Nun sind Sie nicht mehr beleidigt; bis jetzt ist jeder heile oben angekommen. Wir machen jetzt anschließend einen kleinen Rundflug über die Farm. Dabei können Sie sich erholen.“
„Ich seh’ weder ein Flugzeug noch einen Hubschrauber, mit dem man fliegen könnte“, wunderte sich die Agentin.
„Ach Miss Steel, Flugzeug, Hubschrauber - wie laaaaangweilig“, meinte Do-Re-Mi und betätigte dabei einen etwas merkwürdig aussehenden Knopf.image001
Emmy Steel fragte sich währenddessen ängstlich, womit sie wohl fliegen würden. „Hoffentlich“, so dachte sie, „ist es kein Drachenflieger!“
„Na da kommt er ja schon“, freute sich Do-Re-Mi, und als die Agentin in die Richtung sah, wo die junge Nornin hinzeigte, sah sie .....  einen Ballon!?
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 Leichte Panik machte sich in der Agentin breit: „Das Ding ist ja fast so schlimm wie ein Drachenflieger! Was kommt denn da noch alles auf mich zu?! Ich soll doch eigentlich eine Cyberstation begutachten und nicht Wolken zählen!“
„Ist er nicht wunderschön?“, schwärmte Do-Re-Mi.
„Also ich wäre lieber in einem Hubschrauber geflogen“, antwortete die Agentin.
„Ach Blödsinn, Hubschrauber!“, trällerte Do-Re-Mi. „Eine Ballonfahrt ist etwas ganz Wundervolles, Miss Steel. Sie werden danach nichts anderes mehr machen wollen.“
Mittlerweile war der Ballon gelandet.image005
„Können Sie den Ballon auch fliegen, Frl. Do-Re-Mi?“, fragte Emmy Steel.
„Miss Steel! Ein Ballon fliegt nicht, er fährt!“ berichtigte Do-Re-Mi.
„Von mir aus: fliegen! fahren! .... können Sie dieses Ding bedienen?“ Die Agentin war dabei, ihre Nerven zu verlieren ....
„Natürlich kann ich dieses „Ding“, wie Sie diesen wunderschönen Ballon bezeichnen, fahren! Und jetzt klettern sie schon rein, Miss Steel. Do-Re-Mi’s gute Laune, die sie immer zu haben schien, war allmählich in Gefahr
 „Wooooooo sind denn die Fallschirme???“, erkundigte sich Miss Steel mit wachsender Panik.
„Was denn für Fallschirme?“, fragte darauf Do-Re-Mi etwas belustigt. „Die brauchen wir nicht. Runter sind bis jetzt alle gekommen.“
Miss Steel schaute Do-Re-Mi nach dieser Äußerung mit weit aufgerissenen Augen an.

Miss Steel erschrocken
„Das war nur ein Witz , Miss Steel“, lachte Do-Re-Mi.
„Sie haben einen sehr merkwürdigen Humor, Frl. Do-Re-Mi. Solche Witze mag ich überhaupt nicht!“, sagte sauer die Agentin.
„Also, nun rein hier! Ich will heute noch ankommen!“, drängte Do-Re-Mi. Daraufhin stieg Miss Steel etwas ängstlich in den Ballon. Do-Re-Mi schwang sich mit einem Satz hinterher. Und dann hoben sie ab.image009
Und dann kam, was kommen musste: Zu Miss Steels Entsetzen fing Do-Re-Mi wieder an zu singen.
„Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein. Alle Ängste, alle Sorgen, sagt man, .......“
„Ooooooh mein Gott!!!! Wie gerne wäre ich jetzt tauchen!“, dachte Emmy Steel, „Aber ich glaube, sogar da würde sie noch eine Möglichkeit finden, mir das Lied von der verliebten Flunder vorzublubbern.“
„Nun singen Sie schon mit, Miss Steel!“, unterbrach Do-Re-Mi ihren Gesang.
„Leider kenne ich dieses Lied auch nicht“, erwiderte  Emmy Steel.
„Ja, was lernen Sie denn in Ihrer Agentenschule? Etwa Stricken?“, fragte Do-Re-Mi.
„Also stricken kann ich auch nicht, Frl. Do-Re-Mi. Wir werden ausgebildet, Cyberstationen zu begutachten“, erklärte die Agentin. „Deswegen sind wir ja auch hier!“
„Weiß ich!“, sagte Do-Re-Mi. „Unseren Eiern geht es gut; sie sind an einem warmen, dunklen, ruhigen Ort. Und wenn Mum Zeit hat, spielt sie den Eiern was mit ihrer Harfe vor. Denn das, Miss Steel, beruhigt die kleinen Nornies in ihren Eiern und sie können besser schlafen.“
„Wenn ihre Mum genauso schief Harfe spielt, wie Do-Re-Mi singt, haben die Kleinen einen Schaden für’s ganze Leben“, dachte Emmy Steel, und laut sagte sie: „Ja, Musik kann sehr beruhigend wirken.“
„Oh, Miss Steel!“, sagte Do-Re-Mi, „Wir sind ja fast schon da! Sehen Sie dort unten? Dort kommen wir in die unterirdischen Gänge. Die werden Ihnen bestimmt gefallen! Und unsere Bilder erst!“, schwärmte sie.
„Was denn für Bilder? Malen Sie etwa auch noch?“, fragte die Agentin.
„Nein, Miss Steel, ich male nicht, aber Cai“, trällerte Do-Re-Mi.
„Ach ....  und wir schauen uns seine Bilder an?“, wollte Miss Steel wissen.
„Nein, doch nicht Cais Bilder! Mum hat eine Sammlung von sehr schönen Bildern. Sie hat so viele, dass wir gar nicht alle aufhängen können“, antwortete Do-Re-Mi, und natürlich sagte sie alles immer noch trällernd.
„Achso .... .“ Emmy Steel war ziemlich erleichtert, denn nach Do-Re-Mis Gesangskünsten hatte sie keine Lust, auch noch irgend welche schrägen Bilder anzuschauen.
„Festhalten, Miss Steel! Wir laaaaanden!“, rief Do-Re-Mi. Der Ballon fing nun mächtig an zu schwanken.
„Hilfe!!!“, kreischte die Agentin und klammerte sich in ihrer Not an Do-Re-Mi.
„Keine Panik, Miss Steel, wir sind gleich unten“, beruhigte sie Do-Re-Mi, „und dann trinken wir erst mal ein Schlückchen leckeres, kaltes Wasser.“

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